Der Schützenverein Augustfehn II e.V. war der erste Schützenverein im Oldenburger Raum mit einem eigenen Internet Auftritt und dieser begann 1997. Zu dieser Zeit war das Internet noch recht "überschaubar" und eine eigene Seite war schon eine kleine Sensation.
Dieser Überschaubarkeit haben wir auch folgende Geschichte zu verdanken: 

Es ist fast unglaublich, aber war. Und im Schützenverein sind wir stolz darauf, daß wir es, als doch sehr kleiner Verein, geschafft haben daß sich zwei Freunde wiederfinden. Hiermit zeigt sich doch, daß diese Seiten auch im Ausland gelesen werden, und man dadurch verlorengeglaubte Freundschaften wiederfinden kann. Auf dieser Seite haben wir den Artikel Abgebildet, wie er am 15. Mai 1998 in der Nordwestzeitung zu lesen war.
 

Eine E-mail führt alte Freunde zusammen Ehemaliger Klassenkamerad "stolpert" in Kanada über Schützenverein-Homepage



nwz Augustfehn II.
Erinnerungen an die Jugendzeit erwachten jetzt bei August Buderich aus Augustfehn. Er bekam überraschend Nachricht aus Kanada und zwar von einem Jugendfreund. Und das kam so:
Der Schützenverein Augustfehn II hatte sich im nordwest.net eingebucht. Auf diese Weise wollte sich der Verein der Öffentlichkeit präsentieren. Die wichtigsten Daten und Termine des Vereins sind dort zu finden. Auf der anderen Seite des Ozeans – in Kanada – hatte Henry Haukenfrers die Beschreibungen eben dieses Vereins aufmerksam studiert, wußte er doch, daß in Augustfehn ein Bekannter wohnte.
So schickte er über die Computerleitung eine Nachfrage ins Ammerland. Schaumburg, Pressewart des Schützenvereins, traute seinen Augen kaum, als er wie gewohnt den Computer nach einer Nachricht durchforstete und auf die E-mail aus Kanada stieß. Er konnte sofort den Kontakt zu Buderich herstellen.
Nun tauschen die beiden Bekannten aus der Jugendzeit Erinnerungen aus. Der damals noch nicht Henry sondern Heinrich hieß, hatte Anfang der 40er Jahre gemeinsam mit August Buderich in der Berufsschule Oldenburg die Schulbank gedrückt. Beide wollten Kaufmann werden und besuchten dieselbe Klasse. Rund zehn Jahre später trafen sich beide zufällig noch einmal während einer Zugfahrt und danach riß der Kontakt endgültig ab. Haukenfrers hatte es in der Nachkriegszeit nach Kanada verschlagen. "Es war eine harte und arme und hungrige Zeit", schildert er die Gründe für diesen Entschluß. Die kanadische Regierung, so erzählt er weiter, habe ihm die Unkosten für die Schiffsreise gestundet und bei seiner Ankunft auf kanadischem Boden sei er völlig mittellos gewesen. Auch die ersten Eindrücke waren nicht vielversprechend. "Ich hätte mich bald umgedreht und die Heimreise begonnen, doch es fehlte das Geld".
Als seine Frau und sein kleiner Junge nachkamen, machte sich die Familie auf den Weg nach Edmonton.Hier suchte sich der Augustfehner Arbeit und konnte schließlich 1960 ein eigenes Fuhrgeschäft eröffnen.Mit der Zeit entwickelte sich daraus ein gut gehendes Geschäft und die Familie, die inzwischen auf vier Kinder, fünf Enkelkinder und einen Großenkel angewachsen ist, hat ein gutes Auskommen gefunden. Den Winter verbringen die Haukenfrers seit 22 Jahren in ihrem Haus im warmen Arizona, wo Apfelsinen und Zitronen wachsen, schildert der Auswanderer sein jetziges Zuhause. In diesem August plant er auch einen Besuch seiner alten Heimat Oldenburg und hat sich fest vorgenommen, den alten Schulkameraden August Buderich in
Augustfehn zu besuchen: Ein Termin, den sich auch Buderich schon vorgemerkt hat, wie er erzählt.


 

"Doch ob man sich noch wiedererkennt, ist die Frage."